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Höhlentauchferien Ardèche F 17.3-23.3.19

Da wir noch ein paar Tage Ferien hatten sind wir nach Frankreich ins Département Ardèche gefahren. Als  wir nach unspektakulärer Fahrt in unserer Gite angekommen waren war die Temperatur auf angenehmen 24° geklettert. Nach herzlicher Begrüssung von unserem Vermieter haben wir uns erst mal etwas zu Essen und Trinken gegönnt. Da ich schon bei vor der Abfahrt ein Kratzen im Hals hatte das nichts Gutes verhiess, spürte ich bei Ankunft dass es bestimmt nichts wird mit tauchen am nächsten Tag. Nach erholsamer Nacht frisch gestärkt los zur Goul du Tannerie. Das Wasser war klar wie nie! Auch in der Goul du Pont Kristallklares Wasser und ich konnte nicht tauchen so eine Scheisse. Am nächsten Tag beschlossen wir aufgrund meiner Erkältung ein paar Höhlen zu suchen. Zuerst suchten wir die Aven de Remejadou und die Exurgence de Bourboulliet die wir auch fanden und uns für ein andermal vormerkten. Am Schluss suchten wir noch die Aven Ranc de Boeuf welche wir aber nach langem Suchen nicht fanden. Am nächsten Tag ging es mir schon wesentlich besser was mich dazu bewegte trotzdem zu tauchen. Da es mit meiner Nase noch nicht ganz perfekt war suchte ich mir die Font Vive aus da wir zuerst einmal graben müssen um den Eingang unter Wasser freizulegen. Gesagt getan nach etwa 1h graben habe auch ich es aufgegeben. Am Abend merkte ich schon dass es keine gute Idee gewesen ist schon zu tauchen, die Nase war wieder komplett zu. Das war es nun definitiv mit dem tauchen für diese Ferien. Am nächsten Morgen wünschte sich Conny eine kleine Höhlentour zu machen und etwas zu fotografieren. Die Zeit geht in den Ferien einfach viel zu schnell vorbei und wir mussten uns wohl oder übel langsam mit der Heimreise beschäftigen und packen. Es war trotz Erkältung eine sehr schöne Woche bei bestem Wetter und wir kommen ja nächstes Jahr sicher wieder

Höhlentauchen Herault 19-22.6.19

 

Nach einem Jahr warten war es endlich wieder soweit, eine Woche Ferien im Herault. Dieses Jahr hat sich sogar Conny bereit erklärt mitzukommen was mich besonders freute. Der Wetterbericht war hervorragend, was auch Bedingung war (man erinnere sich an den ersten Versuch vom letzten Jahr L ). Nach problemloser Fahrt sind wir dann endlich in Saint Maurice Navacelles angekommen. Zuerst einmal ohne Anhänger die etwas rumplige Strasse zum alten Spukhaus runterfahren um abzuchecken ob die Strasse frei von Geröll oder umgestürzten Bäumen ist. Schon als ich an der Bergstation der Seilbahn zur Gourneyras vorbeifuhr habe ich festgestellt das irgend so ein Ar….. das Drahtseil der Bahn demontiert hatte. Zurück zum Anhänger wo auch Conny wartete. Da es schwierig ist ohne Seilbahn das Material zur Höhle zu transportieren dachte ich zuerst, dass wir die Gourneyras streichen und zur Foux de la Vis verschieben müssen. Da ich aber unbedingt in der Gourneyras tauchen wollte und es eine perfekte Fotohöhle für Conny ist, habe ich schon während dem Hochfahren eine Seilbahn mit meinem vorhandenen Material konstruiert. Die Bosshard`s lassen sich nicht so schnell aufhalten. Nach dem wir das „Camp Bosshard“ eingerichtet hatten, gab es erst mal ein schönes kühles Bier und Abendessen vom Grill. Am nächsten Morgen sind wir dann los zur Bergstation um die Seilbahn einzurichten. Nach ein paar Stunden war das Tragseil straff gespannt. Wir waren schon ein bisschen stolz auf uns, es fertiggebracht zu haben eine Seilbahn zu bauen. Da Conny mich zuhause immer wieder gefragt hatte was ich mit dem vielen Zeugs (Karabiner, Rollen, Seile usw.) nur anstellen will (das braucht es doch gar nicht etepetete) musste ich lachen weil ich ganz genau alles Material brauchte um die Bahn zu bauen (ich muss mir sogar noch ein paar Sachen mehr kaufen). Auch das Transportseil war ganz genau so lang wie es sein musste. Müde und Stolz sind wir dann zum Camp zurück um das Abendessen zu kochen und später schlafen. Apropos schlafen, ich hatte zuerst ernsthafte Bedenken dass Conny im Wald auf einem Feldbett gut schlafen würde, aber wie sich dann herausstellte hat sie im Leben noch nie so gut geschlafen wie in Tal der Vis. Am zweiten Tag war nun endlich die Gourneyras auf dem Programm. Die Rebreather, Bailout und Trockenanzüge waren im Handumdrehen unten am Quelltopf und wir bereit zum Tauchen. Da der Wasserstand etwas niedrig war hatte ich etwas schlechtere Sichtweiten erwartet was aber zum Glück ein Fehlschluss war. Die Sicht in der Höhle war bombastisch aus 50m tiefe konnten wir das blaue Tageslicht vom Quelltopf sehen. Da die Höhle schnell aus ca. 60m tiefe geht hatten wir natürlich schnell einiges an Dekompressionszeit welche wir aber gut mit Fotografieren nutzen konnten. Nach dem ersten Tauchgang das Material wieder hochziehen was selbstverständlich nicht so schnell von der Hand ging wie das runterlassen, da etwa 80m Strecke und ca. 50m Höhenunterschied zu überwinden sind. Hochzufrieden sind wir zurück ins Camp wo mal mit einem Glas Rotwein auf den sensationellen Tauchgang angestossen wurde. Am nächsten Tag das gleiche Prozedere diesmal einfach mit den beiden Scooter und ohne Kamera. Am dritten Tag sind mit beim Hochfahren zur Seilbahn fast die Augen rausgefallen da ich an unserer Bahn ein blaues Seil sah das ganz bestimmt nicht meines war. Normalerweise trifft man an dem Ort nur ein paar Wanderer oder Fischer. Zuerst dachte ich dass jemand unsere Bailoutflaschen klauen will die wir unten am Quelltopf liessen. Doch schnell erkannten wir dass es ebenfalls ein Taucher war. Ein frecher Kerl an unserer Bahn und meine Gurten auch gleich abmontiert und für sich selbst verwendet. Es wurde als ich den Typen unten am Quelltopf sah einen Moment etwas laut im Wald. Zum Glück ist der Typ sofort zu mir hochgerannt und hat sich entschuldigt und die Gurte wieder rausgerückt. Er konnte ziemlich gut Englisch und als ich mein Temperament wieder gezügelt hatte mussten wir feststellen dass es eigentlich ein netter (frecher) Kerl war. Er hat dann noch gefragt ob er die Bahn weiter benutzen darf was wir ihm dann auch erlaubten. Nach einem sehr geilen Tauchgang  das Material hoch und die Bahn abbauen was sehr schnell erledigt war. Zurück im Camp haben wir alles was nicht unbedingt gebraucht wurde im Anhänger verstaut da wir am nächsten Tag schon früh weiter zur Durzon fahren. Kaum das Tarpzelt abgebaut sind dunkle Wolken aufgezogen und ein Donnergrollen ertönte. So gegen acht Uhr abends habe ich mich durchgesetzt und wir haben alles zusammen im Auto und Anhänger verstaut und sind geflüchtet. Etwa 30 Minuten später hat sich ein Abendgewitter entladen und wir waren heilfroh dass wir früher als geplant abgereist sind. Auf der Suche nach Handynetz haben wir dann drei Ortschaften weiter ein Hotel gefunden dass gerade am schliessen war. Am nächsten Tag sind wir dann weiter zum Hotel Durzon gefahren wo wir von den Besitzern herzlich empfangen worden sind. Am Nachmittag dann einen schönen Tauchgang in der Durzon gemacht die sich sehr komfortabel ca. 20m hinter dem Parkplatz befand. Auch eine sehr schöne Höhle. Als wir dann das Dekobier leer getrunken haben hat Conny auf ihrem GPS eine Grotte angezeigt bekommen die etwa 1km entfern liegen sollte. Als wir sie dann gefunden hatten stellte es sich als eine Prähistorische Ausgrabungstätte heraus, die mit Gittern abgesperrt war. Ein Versuch war es wert. Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant Durzon sind wir dann schlafen gegangen. Am nächsten Morgen ein gutes Morgenessen gegessen und dann los zurück in Richtung Schweiz mit sehr viel Verkehr und Stau L. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr im Herault.

 

Hier noch den link zum Video welches ich im 2018 gemacht habe: https://vimeo.com/280340160

Bonaire 21.12.19-10.1.20

Bonaire…………… Bonaire stand schon seit einiger Zeit auf unserer langen Liste der Tauchgebiete wo wir mal gerne Tauchen wollten. Von diversen Tauchzeitschriften angepriesen als eines der top Tauchspots Weltweit, wurden wir Tauchtechnisch nicht enttäuscht. Die Riffe sind sehr schön, aber ausser ein paar Adlerrochen und Tarpune gibt es fast keine Grossfische. Das Tauchen auf Bonaire ist sehr selbständig und ohne Guide zu machen was auch sehr angenehm ist. Die Insel ist eher Karg und hat fast keine Sehenswürdigkeiten ist somit für Nichttaucher ungeeignet. Die Inselbewohner sind sehr freundlich und hilfsbereit. Das Essen in den meisten Restaurants ist hervorragend, aber wie alles auf der Insel zu Schweizerpreisen. Logiert haben wir im Tropical Divers Inn. Leider ist es so, dass zwischen November und Februar eine Mückenplage herrscht, was wirklich äusserst unangenehm ist und auch ein kleiner Dämpfer für alle war. Fazit: Das Tauchen auf Bonaire ist recht gut, aber alles in allem ist es einfach zu teuer für das was es bietet. Die Mücken waren wirklich sehr unangenehm und aggressiv und zwar rund um die Uhr, wir empfehlen jedem keinesfalls während dieser Zeit dahin zu gehen.